Knives out – Mord ist Familiensache

FSK: 12 / Min: 131 

Nachdem der Familienpatriarch und Krimiautor Harlan Thrombey (Christopher Plummer) am Morgen nach seinem 85. Geburtstag tot aufgefunden wird, entwickelt sich eine Familienfeier zu einem Kriminalfall. Die anwesenden Verwandten wollen natürlich nichts mitbekommen haben, werden aber dennoch von Privatdetektiv Benoit Blanc (Daniel Craig) und Lieutenant Elliott (Lakeith Stanfield) festgehalten, bis der Täter gefunden ist. Das passt den Gästen wie Ransom Drysdale (Chris Evans) und seinen Eltern Linda (Jamie Lee Curtis) und Richard Drysdale (Don Johnson) überhaupt nicht. Obwohl sich Thrombeys Partygesellschaft alles andere als kooperativ zeigt, kommt es im Laufe der Ermittlungen zu einigen überraschenden Wendungen und die Lage spitzt sich immer weiter zu. Blanc und seine Mitstreiter müssen sich durch ein verworrenes Netz aus Intrigen, Lügen und falschen Fährten kämpfen, um den mysteriösen Tod aufzuklären.

Eine Frau mit berauschenden Talenten

FSK: 12 / Min: 106

Patience Portefeux (Isabelle Huppert) ist eine französisch-arabische Gerichtsdolmetscherin beim Drogendezernat, die sich auf das Abhören von Telefonaten der Drogenszene spezialisiert hat. Was sich nach einem sicheren Job anhört, wird vom Staat allerdings schlecht bezahlt. Die sonst so selbstbewusste und unabhängige Patience wird vor ein großes Problem gestellt, als sie die Unterbringungskosten für das kostspielige Pflegeheim ihrer Mutter nicht mehr aufbringen kann, woraufhin die Einrichtung damit droht, die alte Dame auszuquartieren. Die Übersetzerin bekommt mit, dass gerade eine Drogenlieferung auf dem Weg nach Paris ist und schafft es, die Beschlagnahmung der Drogen zu sabotieren. Sie macht sich selbst auf die Suche nach dem Stoff und wird fündig. Fortan mischt sie als begnadete Verkäuferin den Pariser Drogenmarkt auf und steigt schnell zur neuen Autorität der Szene auf. Für ihre Kollegen, die Polizei, ist der neue Mitspieler auf dem Markt noch immer ein Phantom – doch der Leiter des Dezernats, Philippe (Hippolyte Girardot), der Patience auch noch vergöttert, hat schon eine Vermutung, wer hinter dem neuen Drogenboss steckt…

Der letzte Mieter

FSK: 16 / Min: 105

Frage: Was kommt dabei raus, wenn sich ein deutscher Regisseur und Drehbuchautor, zudem noch aus Berlin, die Schreckgespenster Gentrifizierung und Entmietung vorknöpft? Wer jetzt auf „rührseliges Betroffenheitskino mit steil gerecktem Zeigefinger“ tippt, ist entschuldigt, die Vermutung ist ja auch nur allzu naheliegend. Doch wundersamerweise ist bei „Der letzte Mieter“ das exakte Gegenteil der Fall: Gregor Erler beweist mit seinem ersten Kinofilm eindrucksvoll, dass Sozialkritik nicht unbedingt zur faden Lehrstunde verkommen muss, sondern durchaus in einen packenden, druckvollen, erstaunlich kompromisslosen Thriller eingewoben werden kann, der eineinhalb Stunden prächtig unterhält, einen aber auch mit einem – völlig gerechtfertigten – Schlag in die Magengrube aus dem Kinosaal entlässt. In einer schicken Berliner Wohngegend soll das letzte unsanierte Haus geräumt werden – die alten Miete…